Du kennst ja ALLE

Unseren Jahresurlaub haben wir ja, im Hinblick auf das Zomerfolk Festival in Groningen, im Norden Hollands verbracht. Da wir ja auf dem Rückweg quasi an Dortmund vorbei fuhren UND das MPS gerade dort gastierte UND wir die Jahreskarte haben UND die Svea dort in der Umgebung daheim war UND wir zufälligerweise noch etwas Zeit hatten UND wir es so wollten, schlugen wir also ab Donnerstag Mittag unsere Zelte (wortwörtlich) auf der dortigen Campsite auf. Der Donnerstag war mit Leute beobachten, Lesen und letzte Näharbeiten ausgefüllt, so störte es uns auch nicht, dass unsere erste Verabredung quasi kurzfristig flachfiel. Beschäftigung hatten wir ja genug.

Am Freitag gab es ein spätes Frühstück, bevor wir uns kurz nach vierzehn Uhr so langsam MPS-bereit machten. Da wir nicht genau wussten, wie lange der Fussmarsch bis zum Eingang dauert, waren wir schliesslich rund 10 Minuten zu früh da. Etwas, das uns sonst eher selten passiert 😉
Leider hat mein Körper kurz nach Betreten des Geländes schon die ersten Schwierigkeiten gemacht und so sass ich, Schmachtlappen und Himbeerbrause vor der Nase, beim Schwarzen Kater und verdrückte 2 Beutelchen Kristallzucker. Da ich dabei reflexartig das Gesicht verzog, wurde der Onkel (auch bekannt als Bruder Rectus und Sonnenschein) auf die Situation aufmerksam und wollte wissen, ob er mit mir schimpfen müsse. Musste er nicht und schon bald ging es mir wieder gut. Glück gehabt…
Nach dem „Mittagessen“ und einem guten Gespräch mit den Leuten unserer Lieblingsschänke erkundeten wir das Gelände und betrieben Trockenshopping bei den diversen Markthändlern 😉
Schliesslich landeten wir bei der Folkbühne, wo wir uns bei der Märchenstunde kaputt lachten DSCN0566.JPGund auf die ersten Freunde von den Totentänzern trafen. Der Rest des Tages war angefüllt mit Musik, Gesprächen, Gelächter und viel Spass und ehe wir es uns versahen, war es auch schon Zeit, zurück ins Zelt zu gehen und zu schlafen.

 

 

 

 

Am Samstag gab es zum Frühstück frischen Kaffee und selbstgemachtes Porridge, bevor wir uns wieder auf den Weg zum Gelände machten. Wie immer gab es als erstes eine Himbeerbrause Special beim Schwarzen Kater, bevor wir an des Bruder Rectus Morgenmesse teilnahmen. Während der Messe werden ja die Sünder des MPS geteert und gefedert. Diesesmal erwischte es Den Tod bzw. sein lästerliches Maul. Der eine Tontechniker bei der MPS-Bühne dürfte Schalke-Fan sein, deutlich zu merken an der Tatsache, dass Bruder Rectus Mikrophon immer dann keinen Ton übertrug, wenn dieser gegen Schalke wetterte oder für Dortmund sprach.
Am frühen Nachmittag hatten wir uns dann mit Svea verabredet und so warteten wir beim Haupteingang auf sie. Leicht nervös waren wir schon. Mag sie uns? Mögen wir sie? Ist es nicht zu viel für sie, 2 MPS hintereinander? Und was machen wir, wenn die Totentänzer mit uns herumziehen wollen?
Da wir uns gegenseitig Fotos geschickt hatten, war das Erkennen kein Problem und so konnten wir uns bald schon zur Begrüssung knuddeln. Auch life und in Farbe *ggg* mochte ich sie sofort gut leiden und kam mir im Nachhin etwas doof vor. All die Gedanken waren eigentlich völlig überflüssig gewesen. Der Tag bzw. Abend war Klasse und wir hatten (hoffe ich doch) viel Spass zusammen. Svea hatte sich vorher herausgeschrieben, was sie alles sehen will und so musste ich mir für einmal keine Gedanken darum machen oder die Zeit im Auge haben. Hat auch Etwas für sich. DSCN0642.JPGInteressanterweise besuchte ich dabei Dinge, die ich nomalerweise zwar sehen möchte, es aber doch nicht schaffe. So zum Beispiel sahen wir uns das Ritterturnier an. Etwas, das eigentlich schon ein Weilchen auf meinem Wunschprogramm steht, aber dann doch nie klappt.
DSCN0633
Die Totentänzer wussten auch Bescheid, dass ich am Samstag nicht unbedingt zur Verfügung stehen würde, dummerweise rettete mich das aber doch nicht vor ihrem kleinen Projekt 🙂
Gwen hatte sich für einen Workshop angemeldet und setzte sich daher für ein Weilchen ab. Dafür trafen wir Bekannte von Svea.
Während wir über das Gelände schlenderten, traf ich immer mal wieder Bekannte und Freunde vom MPS und den Totentänzern. Beinahe mehr, als bei den MPS in unserer Nähe. Das ging soweit, dass Svea dann irgenwann meinte: „Du kennst ja alle hier. Also wirklich ALLE!“ 🙂
Die beiden Konzerte von SaMo standen bei uns auch auf dem Programm. Für einmal war ich nicht ganz weit vorne mit dabei, sondern relativ weit hinten. Dafür bestand dort weniger Gefahr zerquetscht zu werden und es war interessant, sich das Ganze mal von weit weg anzusehen. So kam natürlich insbesondere die grandiose Pyrotechnik um einiges besser zur Geltung. 2016-06-11 23.25.21.jpgLeider setzten bei mir langsam ziemlich deftige Kopfschmerzen ein, welche sich nur mit Tabletten einigermassen in Schach halten liessen. Daher verzichtet ich auch auf die Feuershow. Svea wollte sich diese zwar ansehen, gab aber angesichts der Menschenmasse doch auf. Etwas früher als ursprünglich geplant, aber doch später als ursprünglich befürchtet, entschied sie sich, die Heimreise in Angriff zu nehmen. Wir fuhren sie dann noch zum Hauptbahnhof. Zum Abschied wurde nochmals hurtig geknuddelt, schliesslich musste sie ihre Bahn ja rechtzeitig erwischen. Wir fuhren dann zurück zur Campsite wo ich in den Schlafsack kroch und dank der Chemiekeule sehr schnell und tief schlief.

Am nächsten Morgen stellte ich fest, dass Gwen und Svea sich noch ein gutes Weilchen per WhatsApp unterhalten hatten.

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