Das Recht am eigenen Bild

Heute geht es mal um ein bisschen ein ernsteres Thema, welches mir aber sehr am Herzen liegt. Gwen hat es schon länger getan, ich mittlerweile auch. Ich spreche von Wasserzeichen in den Fotos, welche wir in unserem Blog oder auf unseren Facebookseiten veröffentlichen.

Wie Gwen schon schrieb, ist uns beiden bewusst, dass Wasserzeichen nicht vor Bildklau schützen. Sie können weggeschnitten oder mit einfachen Programmen entfernt werden. Dennoch hoffe ich, dass die Hemmschwelle, wenigstens ein kleines bisschen steigt.

Doch warum habe ich mich überhaupt entschieden, meine Bilder zu „schützen“? Ganz ehrlich, auch wenn ich es liebe, zu fotografieren, es ist Arbeit und kostet Geld. Meine Ausrüstung war nicht billig und wird immer mal wieder ergänzt und aufgebessert. Im Augenblick liebäugle ich mit einem Objekt, welches rund Eintausend – in Zahlen 1’000 – Schweizer Franken kostet. Damit ich von einem Konzert oder Festival einige wirklich gute Fotos habe, braucht es auch einiges. Erstens schleppe ich die Ausrüstung die ganze Zeit mit mir herum und die wiegt je nachdem rund 1.5 bis 2 Kilogramm, nur Kamera und Objektive wohlgemerkt. Dann muss ich mir einen einigermassen guten Platz suchen, da ich idR nicht für den sogenannten Fotografengraben akkreditiert werde, wird das manchmal echt schwierig. Während des Konzerts oder der Show schiesse ich dann Bild um Bild um Bild, teilweise bleibt da gar nicht viel Zeit, um mitzufeiern. Ich versuche zwar, mir die Zeit zu nehmen, aber manchmal hat man einfach einen Lauf. Da drückt man nur noch ab. Blöd, wenn sich dann gerade ein 2-Meter-Riese vor mich stellt… Und im Anschluss heisst es Fotos sichern, sichten, sortieren und organisieren. Nachbearbeitung mache ich (noch) praktisch keine. Aber selbst das Wenige kostet Zeit und manchmal Nerven.

Daher kotzt es mich richtiggehend an, wenn ich zufälligerweise im Netz über meine Bilder stolpere, ohne dass da auf mich verwiesen wird. Ganz dreist sind dann diejenigen, die nicht nur keine Quelle angegeben, sondern sogar noch behaupten, das Bild sei von ihnen. Leider beides schon erlebt. Anschreiben bringt nur manchmal etwas, teilweise werden die Bilder dann entfernt. Meistens aber wird man ignoriert oder selten mal dumm angemacht. Und für einen Rechtsstreit fehlen mir Zeit, Geduld und Nerven. Bis jetzt…


Daher habe ich mich entschieden, meine Fotos mit Wasserzeichen zu versehen. Das Schwierigste dabei war, ein einfaches, aber dennoch einprägsames Logo zu finden. Ich habe mich jetzt für ein reines Text-Wasserzeichen entschieden, auch weil mir die zündende Idee für ein Bild-Logo fehlt 😉
PS: Mein erstes Facebook-Album zum MPS Weil II ist jetzt geschützt, die bisher bereits veröffentlichten Bilder werden noch mit Wasserzeichen versehen. Soll ja alles seine Ordnung haben.

 

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