7 Zombies allein in der Mine

Vergangenen Samstag lud das Allerley zur Islikon. Diese PnP Convention findet normalerweise irgendwann im März und im November statt. Dieses Jahr hatten die 3 Veranstalterinnen aber keine Zeit, so gab es ausnahmsweise eine sommerliche Con. Hat ja auch Etwas, sich bei schönem Wetter und hochsommerlichen Temperaturen in kühle Dungeons zu flüchten 😉

Gwen und ich besorgten vorgängig im Laden noch Sonnentau-Met (superlecker!) und bezahlten unseren Unkostenbeitrag. Anschliessend ging es in die Schule. Als wir dort eintrafen, waren einige Runden bereits im Gang. Relativ schnell wurden wir an zwei Spieler verwiesen, die noch  Mitspieler suchen würden. Zwar wussten die beiden von Nix, aber gut. Das soll kein Problem sein. Wir wurden gefragt, ob wir Lust hätten, ein neues Game zu testen. Klar hatten wir diese und so setzten wir uns zusammen um uns Battle Map Heroes in der Version 0.6 genauer anzusehen. Der Spielleiter war gesetzt, daher mussten wir anderen 3 uns nur noch für einen der 5 Charaktere entscheiden. Gwen wurde dabei zum Krieger, aus mir wurde ein Kleriker und der Dritte im Bunde entschied sich für den Schurken. Gemeinsam stiegen wir die Treppe hinab in Richtung „Halle der Helden“. Doch bereits im ersten Raum warteten diverse Skelette, die nicht mehr in ihren Gräbern bleiben wollten, auf uns. Wir kämpften heldenhaft und so manches Skelett wurde durch uns in ein Knochenhäufchen verwandelt. 2016-07-09 15.34.25Doch so hart wir auch fochten, die Skelette drohten, uns zu überwältigen. Den Schurken hatte es als ersten erwischt, plötzlich lag er gemeuchelt am Boden. Es gelang mir gerade noch, mich selber zu heilen und seinen Tod zu rächen, als es mich auch erwischte. Der Krieger hielt etwas länger durch und konnte sogar noch in den zweiten Raum vordringen. Aber dort war dann endgültig Schluss. Ups, das war ja schnell gegangen. Was war da bloss schief gelaufen?
Mittlerweile haben Gwen und ich die Regeln online gefunden und genauer studiert. So wie es aussieht, hat der Spielleiter einiges nicht ganz korrekt erklärt bzw. teilweise die Expertenregeln zur Anwendung gebracht. Da wir aber erst Level 1 waren, hätten wir eigentlich nur mit den Basisregeln spielen sollen. Nichts desto trotz machte der erste Eindruck des Spiels viel Spass und wir hatten einiges zu Lachen. Eine richtige Bewertung werde ich aber zur Zeit nicht abgeben. Vorher möchte ich das Spiel noch ein paar Mal selber und nach ausgiebigem Regelstudium spielen.

Noch während wir am sterben spielen waren, wurden wir gefragt, ob wir im Anschluss Lust auf ein Abenteuer im Wilden Westen haben würden. Auch hier sagten wir nicht nein und so fand ich mich schon bald zusammen mit meinen 2 Mitreisenden in einer Postkutsche wieder. Als Pistolero bin ich von Natur aus misstrauisch, beteiligte mich also kaum an den Gesprächen. Lieber beobachtete ich die Umgebung, immer vorbereitet für möglichen Ärger. Weit sah ich jedoch nicht, tobte doch draussen ein Schneesturm, der mit jeder zurück gelegten Meile heftiger wurde. Schliesslich war es so schlimm, dass wir tatsächlich stecken blieben. Der Kutscher behauptete, eine kleine Hütte sei nicht weit weg und wir würden diese zu Fuss erreichen. Auf dem Weg dorthin wurden wir jedoch von Riesenwölfen angegriffen. Wir kämpften tapfer und es gelang uns, auch dank der Hilfe des plötzlich aufgetauchen Indianers und seines Pumas,2016-07-09 18.21.46 diese Bestien zu erledigen. Jesse erlitt dabei eine heftige Kopfverletzung, die ich notdürftig verarztete. Unter uns gesagt, ich glaube, dieser Biss hat ihn (ist das überhaupt ein Kerl?) ein paar Hirnzellen gekostet. Schliesslich erreichten wir die Hütte, wo wir uns verpflegten, die Waffen in Schuss brachten und den Morgen abwarteten. Der Kutscher faselte dabei die ganze Zeit etwas von einer Stadt und einem Schatz. Wenn der Kerl nicht tatsächlich eine Karte gefunden und uns gezeigt hätte, hätte ich ihn wohl irgendwann erschossen. Also machten wir uns auf den Weg zu dieser ominösen Stadt. Schlechte Idee, das kann ich euch schon mal verraten. Wenn ich Schnaps gesoffen hätte, hätte ich es ja darauf geschoben. Dem war aber nicht der Fall, wir wurden beim Betreten der Stadt doch tatsächlich von lebenden Toten angegriffen. In einer heftigen Schlacht bezwangen wir diese unheimlichen Wesen. Wir wurden dabei von einem sonderlichen Burschen unterstützt, der plötzlich aufgetaucht war. Er stellte sich schliesslich als Sir Vival vor und behauptete, der Schatz wäre in einer alten Mine versteckt. Sind sie das nicht immer?
Aber es half alles nichts, wir waren schon so weit gekommen. Aufgeben war also keine Option mehr. Im Sheriffbüro konnte ich glücklicherweise aufmunitionieren. Wir begaben uns also zur Mine und betraten diese durch einen Geheimgang. Dort warteten, wie konnte es anders sein – noch mehr dieser stinkenden Untoten. Glücklicherweise waren diese relativ schnell erledigt und so machten wir uns daran, die Mine zu erkunden. In einem grösseren Raum trafen wir auf noch mehr dieser Untoten. 2016-07-09 21.55.16Wo kamen die bloss alle her? Einer davon schien der ehemalige Vorarbeiter gewesen zu sein. Nachdem wir auch diese wandelnden Leichen ihrem endgültigen Tod zugeführt hatten, durchsuchten wir den Raum. Dabei stiessen wir auf einen Knochenhaufen. Eines der dort gestapelten Leichen schien ein Indianer gewesen zu sein. Die anderen hatten in der Zwischenzeit das Buch des Vorarbeits gefunden. Ich habe nicht so genau zugehört, aber so wie es schien, hatte die Untoten-Plage etwas mit dem Indianer zu tun. Aber wir hatten die Dinger wohl endgültig ausgemerzt. Und der Schatz war auch unser. Da der Kutscher das Gefecht wohl nicht überlebt hatte, mussten wir auch mit einer Person weniger teilen. So blieb genug, dass ich mich zur Ruhe setzen könnte…
Wir haben nach dem Savage World System gespielt, ein System, welches mir durchaus gut gefällt.
Die Runde hatte mir sehr grossen Spass gemacht. Dazwischen schoben wir noch eine Pizzapausen, damit wir dann für das Zombiegemetzel gewappnet waren. Es war gemütlich, wir setzten uns nach draussen, diskutierten und futterten unsere leckeren Pizzas.

Während des Spiels war die Rede auf das Brettspiel Winter der Toten gekommen, welches sich zufälligerweise in meinem Besitz befindet. Unser Spielleiter interessierte sich sehr dafür. Also spielten er, Gwen und ich im Anschluss noch eine Runde Zombieschlachten 😀
Eine Rezension für Winter der Toten ist in der Pipeline, daher verzichte ich hier auf einen ausführlichen Bericht.

2016-07-09 16.34.08
Zwischenverpflegung für hungrige Zombieschlächter

 

Mir persönlich hat die Sommer-Islicon wieder sehr viel Spass bereitet. Ich habe ein neues Spiel kennengelernt, sowie ein Spielsystem ausprobieren können, welches ich bisher noch nie gespielt hatte.

Mein Dank geht an die drei Frauen vom Allerley für die ganze Organisation sowie an unsere Spielleiter und Mitspieler für die kurzweiligen Spielrunden.

 

Ich freue mich schon auf die nächste Con.

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