Heidelberger Spieleverlag – Winter der Toten

Ich mag es zu spielen. Insbesondere, wenn man mit Familie und Freunden am Tisch sitzt und zusammen Spass hat. Leider habe ich irgendwie viel zu selten die Gelegenheit dazu. Ein Spiel, dass mir die wenigen Male bisher immer Spass gemacht hat, ist Winter der Toten vom Heidelberger Spieleverlag.

Winter der Toten ist zeitlich nach einer Apokalypse einzuordnen. Es herrscht Winter und wir haben uns mit anderen in einer Kolonie zusammengeschlossen. Neben den normalen Problemen einer postapokalyptischen Welt – Hunger, Angst, Krankheiten – wird unsere Kolonie auch noch von Zombies bedroht. Wir kämpfen also alle buchstäblich ums Überleben, das der Kolonie, aber insbesondere unser eigenes.

Dieser Ort ist so tot wie die Monster, die uns jagen. Am Anfang dachten wir, die Vorräte aus der Stadt würden ewig reichen. Aber wir haben uns geirrt. Wahrscheinlich war vor uns eine andere Gruppe hier und hat die Stadt gründlich geplündert. Konserven, Munition, Benzin – fast alle wichtigen Vorräte sind knapp. Wir müssen dringed weg von hier, aber im Moment ist es dafür einfach zu kalt. Also harren wir aus und beten für besseres Wetter, damit die Autos wieder laufen und wir endlich von vorn beginnen können mit dieser elenden Suche nach einer dauerhaften Bleibe. Doch immer, wenn wir kurz vor dem Durchbruch stehen, kommt eine neue Krise und wir kämpfen wieder ums nackte Überleben.
Quelle: Heidelberger Spieleverlag

Bisher haben wir das Spiel immer in der normalen Variante gespielt und uns eine kurze Mission (veranschlagte Zeit gem. Verlag ist 45 bis 90 Minuten) ausgesucht.

Die Kolonie muss als Ziel eine Aufgabe erfüllen, aber jeder Spieler hat auch noch ein eigenes Ziel. Das Spiel endet, wenn der Rundenzähler oder die Moral auf Null fällt oder das Spielziel erreicht wurde. Das heisst aber nicht, dass die Spieler damit gewonnen haben. Denn jeder Spieler bekommt auch noch sein geheimes Individualziel, das er erfüllen muss. Nur wenn dieses Ziel ebenfalls erreicht wurde, hat der Spieler gewonnen. Die Geheimziele sind dabei ganz unterschiedlicher Natur. Im Verrätermodus gibt es dabei auch die Möglichkeit, dass ein Spieler, um sein Ziel zu erreichen, die Kolonie verraten muss.
Wenn das Spiel endet, überprüft also jeder Spieler, ob er sein Ziel erreicht hat. Dies führt dazu, dass manchmal nur ein Spieler gewinnt, manchmal auch mehrere oder sogar alle und manchmal eben auch gar keiner.

Das Spiel erfordert einiges an Vorbereitungszeit, bis der Aufbau erledigt ist und man wirklich loslegen kann. Obwohl es Rundenbasiert ist und jeder Spieler warten muss, bis er an der Reihe ist, geht es teilweise recht fix.
Das Regelwerk ist solide ausgearbeitet, 2016-07-17 14.37.44weist aber mMn teilweise Lücken auf. So ist zum Beispiel nicht erklärt, ob man neue Verbündete noch in der gleichen Spielrunde einsetzen darf oder erst in der nächsten Runde. Wir haben uns dann für die nächste Runde entschieden, weil wir das für sinnvoller hielten. Mittlerweile ist jedoch schon eine Errata bzw. eine FAQ auf der Homepage erschienen, welche einige Lücken erklärt.

Die Pappfiguren sind schön gearbeitet und stehen dank der mitgelieferten Sockel auch problemlos. Zombies gibt es 3 verschiedene Arten. Sie sind zwar reichlich vorhanden, aber manchmal wird es doch arg knapp, wenn man nicht mit einer Schlächtertruppe spielt 😉
Das Spielbrett ist relativ klein, dafür hat man die Aussenstandorte als zusätzliche Karten. Dies bietet beim Aufbau einiges an Flexibilität, was mir sehr gut gefällt. Bei anderen Spielen ist es doch recht mühsam, wenn der ganze Tisch vom Spielbrett in Beschlag genommen wird und man keinen Platz mehr für das persönliche Spielmaterial, sowie Getränke und Snacks hat.

Mein bisheriges Fazit:
Winter der Toten ist kurzweilig und macht viel Spass. Mir gefällt gerade die Komponente des Zusammenspiels, trotz der Individualziele.
Ob mir längere Missionen und/oder andere Spielvarianten ebenso viel Spass machen werden, finde ich hoffentlich auch noch heraus

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