Die Geschichte vom Engerling mit Mumps und Tripper oder

… wie ich von Metusa und Tanzwut zur Überschrift für diesen Artikel inspiriert wurde.

Dieses Jahr fand das Schlosshof Festival in Höchstadt an der Aisch bereits zum 10. Mal statt. Obwohl das Line-Up grossartig war und es uns in den Fingern juckte, beschlossen Gwen und ich vernünftig zu sein. Wir sind dieses Jahr sowieso schon viel zu häufig unterwegs. Also waren wir vernünftig. Bis zu jenem schicksalshaften Facebook-Eintrag…

Es kam also wie es kommen musste und so waren Gwen und ich vergangenen Samstag um kurz nach 11 im Hotel Bergblick in Heroldsbach.  Diesesmal hatten wir prominente Begleitung. Lady Fluffington – frisch erholt vom W:O:A – war, natürlich zusammen mit ihrem Menschen (Da fällt mir ein, Fluffys Mensch braucht endlich einen vernünftigen Namen. Vorschläge?), mit von der Partie. Das Einchecken und Bezahlen war etwas… sagen wir mal… umständlich… aber gut. Der Chef war freundlich, die Zimmer gross, hell und sauber und das Hotel ruhig gelegen. Nachdem wir unser Gepäck auf dem Zimmer deponiert und uns kurz frisch gemacht hatten, ging es auch schon zum Festival. Ich glaube, so schnell und unkompliziert habe ich mein Auto noch niemals nicht parkieren können. Nach einigem Hin-und-Her hatten wir auch unsere Tickets, genug Bargeld und den Eingang zum Festival gefunden. Der versprochene Mittelaltermarkt war eher klein, aber das war ok. Die Bühne war im Innenhof und nochmals durch ein separates Gitter abgetrennt. Doch schliesslich durften wir hinein. Lady Fluffington hatte für uns Plätze in der ersten Reihe ergattert und so hatten wir ungehinderten Blick auf die erste Band des Tages.

Trollfaust eröffneten mit furiosem Spiel, rauhem Gesang und viel Wildheit die Bandparade des Samstags. Ich hatte zuvor noch nie Etwas von der Band gehört und war entsprechend gespannt. 2016-08-13 13.13.50 HDR.jpgMein Fazit: kann man machen, muss man aber nicht. Die Band war nicht schlecht, die Trolle wussten durchaus zu begeistern und Stimmung zu machen. Doch sie rissen mich trotzdem nicht wirklich vom Hocker. Ich überlegte zwar, ob ich die 10€ für eine CD ausgeben soll, entschied mich dann aber dagegen. Trollfaust macht live zwar Laune, aber das war es auch schon. Die CD würde ich mir wahrscheinlich selten anhören. Was für mich schlussendlich aber ausschlaggebend war, war das Konzept der Band, sowohl sich selber als auch die Zuschauer runter zu machen, als schlecht und hässlich darzustellen. Das kann funktionieren und auch mal amüsant sein. Bei Trollfaust wirkte es mir zu bemüht. Vor allem merkte man der Band an, dass sie eigentlich viel Spass mit uns hatten. Daher passten Körpersprache, Mimik, Gestik und Stimmlage nicht zur Wortwahl, was dann mit der Zeit echt irritierend wurde.

2016-08-13 14.31.15.jpg2016-08-13 14.31.43.jpgNach einer kurzen Umbauphase rockten dann Nachtgeschrei die Bühne und brachten die Schlosswände zum beben. Es war wie immer richtig geil. Ich freue mich jetzt schon auf die Party am 24. August bei Krayenzeit 😉

Kurz vor 16 Uhr durften dann Metusa loslegen. Die Soundcheckparty hatte schon gerockt, aber das eigentlich Konzert war GROSSartig. Bei Hüter der Meere bekam das Publikum zwei aufblasbare „Wale“ zum Spielen. Den armen Tieren ist beinahe speiübel geworden, so wurden sie durch die Gegend gespusht. Domenicus verriet uns dann auch noch, wie die zwei Viecher heissen, nämlich Mumps und Tripper. Wir konnten nicht mehr vor Lachen.
Nach gut einer Stunde Party mussten die Metusiasten die Bühne für die nächste Band freigeben.

2016-08-13 17.56.24 HDR.jpgMit Eric Fish & Friends erklangen für einmal etwas ruhigere Töne von der Bühne. Der Frontmann von Subway to Sally wusste dennoch, das Publikum zu fesseln und sorgte für so manche Gänsehaut. Das erste Stück der Gruppe gefiel mir zwar überhaupt nicht, was aber eher an Problemen bei der Einstellung und damit ziemlichen Rückkopplungen lag. Als das Problem beseitigt war, liess ich mich gerne von der Musik tragen. Warum ich dann plötzlich eine weinende Gwen im Arm hatte und den Rest des Konzertes schlussendlich alleine geniessen musste, lest ihr am Besten bei ihrem berührenden Bericht nach.

2016-08-13 19.48.26-1.jpgDie zweite Band aus dem LineUp, die mir irgendwie durch die Lappen gegangen war, war Tanzwut. Bisher hatte ich von der Band schon gehört, aber noch Nichts von der Band gehört. Wenn ihr versteht, was ich meine 😉
Die Gruppe war grandios und hatten mich vom ersten Moment an gepackt. Besonders die raue Stimme von Frontmann Teufel hatte es mir angetan. Doch auch die Texte liessen mich nicht so schnell wieder los. Und sogar die Ansagen zwischen den Songs hatten etwas für sich, ich sage nur Engerling 😀 (Wer nicht dabei war, wird jetzt auf ewig rätseln. Tja, selber schuld 😉 )
Ich hoffe, wir sehen Tanzwut öfters.

2016-08-13 22.52.59-1.jpgLast but not least folgte der Auftritt von Saltatio Mortis. Die Spielmänner hatten ihre Feuershow mitgebracht und so wurden wir in der ersten Reihe ziemlich geröstet. Sehr hilfreich bei meinem Sonnenbrand 😉
SaMo war an diesem Abend richtig gut drauf und gaben gewaltig Vollgas. Dazwischen war auch Zeit für einige Blödeleien und das übliche Sänger basht Schlagzeuger basht Bassist basht wen-auch-immer. Mit einiger Verspätung entliessen uns die 8 Spielmänner dann mit Geradeaus als letzte Zugabe in die Nacht.

Wir betrieben noch ein wenig Shopping. Tshirts, CDs, Buttons und Autoaufkleber mussten einfach sein. Lady Fluffington liess sich zusammen mit ihrem Menschen und einigen Mitglieder von Tanzwut ablichten, bevor wir uns dann auf den Weg zurück ins Hotel machten.
Nach einer kurzen, aber erstaunlich erholsamen Nacht gab es dann noch ein leckeres Frühstück, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Unterwegs gab es wie immer mehrere Pausen, wir waren ja schliesslich nicht im Stress. Gegen halb vier verabschiedeten wir uns von Fluffy und Fluffys Mensch.
Da wir am Vortag noch nicht genug Bewegung hatten, brachen Gwen und ich nach Sonnenuntergang noch zu einem Spaziergang auf. Unterwegs fanden wir noch einen neuen Dorfbach und meldeten diesen Wasserrohrbruch der Feuerwehr. Nachdem die netten Herren übernommen hatten, kehrten wir nach Hause zurück und beendeten ein wundervolles und ereignisreiches Wochenende auf dem Balkon.

 


Da wir leider unsere DSLR nicht mit ans Festival nehmen durften, gibt es nur Handyfotos. Ob ich die restlichen Bilder auf FB hochlade, weiss ich noch nicht.

 

2 Kommentare zu „Die Geschichte vom Engerling mit Mumps und Tripper oder

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