Kleine Welt ganz gross

Als Kind haben wir uns die Märklin-Metallgleise von Papa geschnappt, ein Gleisoval zusammengeschustert und los ging die wilde Fahrt. Während Ainchen (meine Schwester) die Züge im Kreis herum hetzte, habe ich mithilfe einer grünen Tischdecke, ein paar Plastikbäumchen und Büchern eine „Landschaft“ gebastelt.Seit diesen frühen Kindheitstagen schwebt mir der Wunsch nach einer eigenen Modellbahnanlage vor. Ursprünglich wollte ich in H0 bauen, mittlerweile habe ich mich aus Platzgründen für die Nenngrösse N entschieden. Bei meinem Vorhaben werde ich von Gwen unterstützt, sofern ich sie die kleinen Szenen neben den Gleisen basteln lasse.

2016-10-01-15-01-35Da ich mich mit N so gar nicht auskenne, habe ich in einem meiner MoBa-Foren ein bisschen Fragen gestellt. Zufälligerweise kam dabei das Gespräch auf die Firma Faller und ihr 70-jähriges Jubiläum. Am Freitag…. Das Jubiläum war am selben Wochenende, Freitag und Samstag…. Spontan wie wir nun mal sind, haben Gwen und ich uns also am Samstag ins Auto gesetzt und die paar Kilometer quer durch den Schwarzwald in Angriff genommen. Parkiert haben wir etwas ausserhalb von Gütenbach bei einem extra dafür vorgesehenen Parkplatz. Dort nahm uns der Shuttlebus auf und brachte uns direkt bis zum Firmengelände. Da die Showzelte gerade etwas voll waren, entschieden wir uns als erstes für die Werksbesichtigung. Es war unglaublich spannend, zu sehen, wie die Miniaturwelten entstehen. Zuerst unterhielt ich mich mit einer älteren Dame, die Fahrzeuge des Carsystems prüft, nochmals prüft, endmontiert und ein weiteres Mal prüft. Pro Kleinbus brauche sie durchschnittlich 10 Minuten, lautete ihre Auskunft auf meine Frage. Eigentlich unglaublich, wieviel Handarbeit und Zeit in ein möglichst perfektes Endprodukt investiert wird und wie wenig das Produkt unter diesen Gesichtspunkten kostet.2016-10-01-16-25-45

Auch die weiteren Stationen durch das Werk waren ähnlich spannend und ich hätte mich gerne länger mit den einzelnen Leuten unterhalten. Bei dem doch recht grossen Besucherandrang war dies aber leider nicht möglich.

Natürlich durfte auch ein Besuch in der hauseigenen Ausstellung nicht fehlen. Im dazugehörigen Shop schaffte ich es doch tatsächlich, mich zu beherrschen. Ich habe nichts gekauft. Aber auch nur, weil wir definitiv dort mal Grosseinkauf betreiben werden 😀
Da wir noch im nahegelegenen Bierzelt etwas essen wollten, konnten wir leider an den zahlreichen Workshops, die Faller an dem Tag anbot, nicht teilnehmen. Doch auch so war es spannend, an den einzelnen Stationen zuzusehen.

2016-10-01-15-57-31Ebenfalls zum Angebot gehörten Modulaustellungen diverser Eisenbahnclubs. Es waren verschiedene Anlagen in unterschiedlichen Baugrössen zu bewundern. Manch einer der passionierten Mo-Bahner stand dabei auch gerne Rede und Antwort oder wies uns auf kleine Detailsaspekte seiner Anlage hin. Es machte grossen Spass, all die speziellen Szenen zu suchen und zu bewundern. Natürlich wurde die eine oder andere Idee Zwecks späterer Adaption im Hinterkopf gespeichert.

Nach einem äusserst kurzweiligen Nachmittag bestiegen wir wieder den Shuttlebus, der uns zum Auto brachte. Von dort ging es auf abenteuerlichen Wegen wieder nach Hause.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: