Tanzt! ihr Narren

Das Tanzt! in München feierte dieses Jahr Jubiläum, die 10. Ausgabe ging am 12. November über die Bühne. Mit dabei einige grossartige Bands der Szene, wie zum Beispiel Nachtgeschrei oder Versengold, aber auch Newcomer wie Brachmond. Als wir das hörten, war für Gwen und mich schon lange klar, da wollen wir hin. Schliesslich will Gwens Geburtstag ordentlich gefeiert werden.

Wir hatten uns ja äusserst kurzfristig entschlossen, schon am Vorabend mit Vogelfrey und Feuerschwanz zu feiern. Auch Purple und Leed entschieden sich erst in der Woche, am Tanzt! mit dabei zu sein. Es wurde also leicht hecktisch die paar Tage vor unserer Reise nach München, doch schliesslich waren Hotelzimmer gebucht, Tickets gekauft und die Anreise organisiert.

Noch die Nachwirkungen vom Abend in den Knochen, trafen Fluffy, Purple, Gwen und ich uns zum Frühstück. Nach Selbigem, inkl. viel Kaffee, ging es wieder aufs Zimmer zurück, wo wir noch Etwas herumlungerten, bis es wieder Zeit wurde, sich ins Backstage zu verschieben. Gwen und ich mussten ein Versprechen einlösen, daher gingen wir schon mal vor. Purple wartete im Hotel auf Leed, der uns mit dem Fernbus nachgereist war. Vor dem Backstage warteten schon ein paar Leute und so kamen wir recht schnell mit den Ersten ins Gespräch.

Bald schon trafen wir die ersten bekannten Gesichter, Nia war eingetroffen und nach kurzer Zeit stiessen auch Fluffy, Purple und Leed zu unserer Runde. So verging die Warterei wie im Flug und bald schon begann der Einlass. Dabei stellte sich heraus, dass auch eine Location bzw. eine Veranstaltung mit viel Erfahrung sich extrem kompliziert anstellen kann. Leute mit Print@Home Tickets mussten diese nämlich an der Tageskasse vorweisen, wo die Nummer von Hand auf einer ausgedruckten Papierliste abgestrichen wurden. Hier gibt es eindeutig sehr viel Verbesserungspotential!

Drinnen installierten wir uns wie versprochen in der 1. Reihe. Ihr erinnert euch doch noch an unseren fuchsteufelswilden Cocktailkurs? Wir hatten dort einige Mitglieder von Brachmond kennengelernt und ihnen versprochen, sie am Tanzt! aus der vordersten Reihe anzufeuern. Natürlich wollten Gwen und ich das stilecht tun und so waren wir die Einzigen mit Brachmond-Tshirts. Dies sorgte offensichtlich für Aufsehen. Von der Security wurden wir angesprochen…. „Da steht einer von Brachmond bei mir und kann es nicht fassen – ‚Die haben Brachmond-Shirts! Warum haben die Brachmond-Shirts? Wir haben gar keine Shirts!‘ – Der hat sich gar nicht mehr eingekriegt.“ Kaum war der Security weg, kamen ein paar junge Männer zu uns. „Warum habt ihr Brachmond-Shirts und wir nicht?“ Wir haben mit den Schultern gezuckt und gemeint: „Band anfragen, im Druckshop selber Tshirt drucken lassen, ganz einfach.“ 😀
Während wir auf den Showbeginn warteten, blieb natürlich noch genug Zeit mit diversen Leuten der anwesenden Bands zu quasseln und uns mit Merch einzudecken. Doch dann ging es endlich los. Wir hatten von Brachmond bis dato ja ausser zwei grotigen (Aufnahmequalität) YouTube-Videos noch gar nichts gehört. Daher waren wir sehr gespannt auf den Auftritt der Münchner. Wir wurden wahrlich nicht enttäuscht. Die Mädels und Jungs rockten, was das Zeug hielt, trotz spürbarer Nervosität. Während zwei Songs wurden sie auch noch von Basti bzw. von Chewie von Fuchsteufelswild tatkräftig unterstützt. Ich hoffe, wir haben noch öfters die Gelegenheit, Brachmond zu sehen. Ein oder zwei Ideen haben Gwen und ich da auch schon am Köcheln. Ich persönlich zähle mich auf jeden Fall jetzt schon zu den Mondsüchtigen.

Danach gab es eine kurze Pause, bevor dann dann ruhiger aber stimmgewaltig Delva von sich zu überzeugen wussten. Die 3 Akustikmusiker wurden zu Beginn Etwas verhalten empfangen, waren sie doch eine rechte Überraschung für die feierwütige Meute. Nachdem der Applaus zu Beginn eher noch zurückhaltend gespendet wurde, wurden die drei gegen Ende des Auftritts frenetisch gefeiert. Ich glaube, damit hatten sie selber auch nicht gerechnet, zumindest wirkten sie doch ein wenig überrascht. Ein mutiger Entscheid der Orga, dieses „Experiment“ zu wagen, aber auf jeden Fall ein gelungener.

Nach einer weiteren Pause starteten Nachtgeschrei durch. sei es bei Monster oder bei der Wilden Jagd, die Band gab wie immer von Anfang bis Ende Vollgas. Dazwischen kitzelten Sie uns immer wieder mit Andeutungen zum neuen Album Tiefenrausch. Leider – aber auch verständlicherweise – spielten sie aber von der neuen Platte keine Songs. Diese sparten sie sich für die eine Woche später stattfindende Jubiläumsshow auf. Ich freue mich jetzt schon auf die Wacken Winter Nights, wo wir dann endlich in den Genuss der neuen Songs kommen werden. Merchwünsche haben Gwen und ich auf jeden Fall schon ein Mal deponiert *hust*Girlie- und Tanktops in Gross *hust*

Wieder gab es eine kurze Umbaupause, dann wurde es nordisch auf der Bühne. Versengold gaben sich die Ehre. Die Hamburger hatten drei Wochen spielfrei gehabt und waren richtig heiss. Sie gaben von der ersten bis zur letzten Sekunde Vollgas und trieben auch das Publikum zu Höchstleistungen an.

In der Zwischenzeit machte sich bei unserer Truppe ein wenig Hunger breit und so nutzten Gwen und ich die Pause, um Essen zu besorgen. Dabei jagte ich einem anderen Festivalbesucher noch einen ordentlichen Schrecken ein. Während dem Anstehen, mass ich nämlich meinen Blutzucker. Nur nutzen die Schweiz und Deutschland unterschiedliche Messwerte. Nach deutscher Messung wäre ich also längst schon wegen Unterzuckerung im Koma gelandet. Nach schweizer Messung lag ich gerade so knapp noch im tolerierbaren Bereich. *schäm*

Zurück bei Fluffy, Purple und Leed hörten wir uns die restlichen drei Bands von einem Nebenraum aus an. Vroudenspîl mag ich zwar ab und an recht gerne hören, doch dabei muss ich nicht in der ersten Reihe stehen. Also habe ich meinen Platz gerne anderen Fans überlassen. Die spanische Band Mägo de Oz sagte mir nicht allzu sehr zu und auch Subway to Sally konnte mich an dem Abend nicht überzeugen. Vor allem bei Subway to Sally waren die tiefen Töne extrem laut und durchdringend, sogar im Nebenraum spürte man diese bis tief in den Bauch. Da sich bei uns auch langsam die Müdigkeit anschlich, lenkten Purple und ich uns mit dem Falten von Papierbooten ab. Sehr zu Fluffys Missfallen, musste sie doch als Bootsständer herhalten. 😀
Den restlichen Abend verbrachten wir vor allem mit Gesprächen mit unseren Freunden von Brachmond, Fuchsteufelswild, Nachtgeschrei und von der Fotografenfront. So verging die restliche Zeit wie im Flug und schon viel zu bald hiess es Abschied nehmen.

Der Sonntag startete gemütlich mit Frühstück, bevor wir dann in Ruhe und mit ausreichend Pausen wieder nach Hause fuhren.
Danke allen Beteiligten für ein wirklich grossartiges Wochenende.

 

Fotos habe ich nicht viele gemacht und auch nur mit dem Handy. Wenn ihr gute Bilder sehen wollt, schaut euch bei Nia um 😉

5 Kommentare zu „Tanzt! ihr Narren

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  1. „Wenn ihr gute Bilder sehen wollt, schaut euch bei Nia um😉“ Das treibt mir gerade echt die Röte ins Gesicht, danke für die lieben Worte! Aber es war auch ein grandioser Abend mit euch und ich freue mich schon echt waaaahnsinnig darauf, die Wacken Winter Nights mit euch zu feiern 😉

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