Glühmet im Hirsch

Eigentlich musste ich die Altjahreswoche durch arbeiten. Eigentlich… Dank einer glücklichen Fügung durfte ich die letzten beiden Tage der Woche doch noch frei haben. Daher war für uns klar, wir fahren ans Glühmet. Feuerschwanz, Fuchsteufelswild und Nachtgeschrei an einem Festival, das konnten wir uns doch nicht entgehen lassen.

Am 28. kamen Fluffy und Purple zu uns, da wir am Donnerstag gemeinsam nach Nürnberg fahren wollten. Fast pünktlich um neun Uhr ging es los, zuerst gab es standgemäss noch den Startkaffee am Kiosk im Nachbardorf. Die Fahrt verlief recht ruhig und so kamen wir trotz ausgiebiger Pausen gegen 14 Uhr im Hotel an. Nachdem wir uns etwas ausgeruht und frisch gemacht hatten, verschoben wir uns zusammen mit Lord Fluffington und seinen Menschen in Richtung Hirsch. Während wir uns der Halle näherten, trafen wir zufälligerweise auf ein paar Mitglieder von Fuchsteufelswild und so wurde natürlich erstmal Begrüssung gefeiert. Die Jungs mussten aber bald weiter, waren sie doch noch auf der Suche nach dem Eingang.

Während wir auf die Türöffnung warteten vertrieben wir uns die Zeit und die Kälte mit dummen Sprüchen und lustigen Liedchen.
Schliesslich war es soweit, wir durften rein. Die Taschenkontrolle verlief ohne Probleme, doch auch hier mussten unsere Tickets von Hand aus einer Liste abgestrichen werden. Fluffy eroberte uns drinnen einen Platz in den ersten beiden Reihen.
Das Festival wurde durch die norwegische Folk-Rock-Band Bergtatt eröffnet. Ich hatte mich im Vorfeld nicht so sehr über die Band informiert und wusste daher nur, dass sie aus Norwegen stammt. Daher war ich positiv überrascht und schwer begeistert, als die Mädels und Jungs loslegten. Obwohl ich die Texte nicht verstand, gelang es ihnen doch, mich anzusprechen und zu berühren. Wer weiss, hoffentlich habe ich die Gelegenheit, die Band wieder einmal zu erleben.
Nach einer kurzen Pause erklangen dann die vertrauten Töne von Kerberos bevor Nachtgeschrei mit Eden wie gewohnt fulminat starteten. Die Show war wie immer grossartig, trotz enger Platzverhältnisse. Selbst bei grösseren Bühnen ist es manchmal schwierig den Dudelsackpfeifen von Nik auszuweichen. Am Glühmet erhob Sänger Martin diese Disziplin zur fast formvollendeten Kunst. Dafür blieb er mehrmals beinahe an Tilman hängen  🙂  Diesesmal gab Nachtgeschrei auch ein paar Eindrücke zum neuen Album Tiefenrausch, welches im Frühling veröffentlicht werden soll, zum Besten. Ich freue mich auf die neue CD und kann die Wacken Winter Nights kaum abwarten, denn dort sollen vor allem Songs vom kommenden Album gespielt werden. Leider konnte ich das Konzert nicht völlig geniessen. Irgendwie hatte ich mir das mit dem Becher Met leicht anders vorgestellt, denn ich fiel wegen des Alkohols plötzlich in eine Unterzuckerung. Zum Glück waren Traubenzucker und Kekse griffbereit und so konnte ich das Schlimmste verhindern. Als mein Zucker wieder stabil war, konnte ich den Rest der Show weiterfeiern.
Als die Gastgeber des Abends nach einer kurzen Pause die Bühne eroberten, kochte der Saal förmlich über. Auch diese Show von Feuerschwanz stand ganz im Zeichen von Sex Is Muss und so durften wir uns ob dem Feen-Hauptmann genauso amüsieren, wie beim lustigen Ringelpiez – ob jetzt mit oder ohne Anfassen. Da die Überraschungsgäste des Abends immer mal wieder in der Halle zu sehen gewesen waren, war es dann doch keine so grosse Überraschung mehr, als bei Wir lieben Dudelsack plötzlich Alea der Bescheidene und „Elsi“ El Silbador von Saltatio Mortis auf der Bühne mitwirkten. Wir alle hatten viel Spass und man merkte Feuerschwanz an, wie viel Freude sie an dem Abend hatten. Natürlich wurde wie immer kräftig auf den Bassisten herumgehackt, da kam der aus dem Publikum geworfene BH gerade recht. Kurzerhand wurde Felix Taugenichts das Ding angelegt. Das Publikum tobte vor Begeisterung, er war eher mässig amüsiert. Hodi entschuldigte sich noch bei uns, da der BH Felix‘ Nippel nicht richtig abdeckte, aber sie seien sich nicht gewohnt, BH’s ANzuziehen. Obwohl uns auch dieser Auftritt, wie schon die beiden Shows vorher, viel zu kurz schien, erfuhren wir im Nachhinein, dass Feuerschwanz rund 30 Minuten überzogen hatten. Als Gastgeber kann man sich sowas ja auch erlauben.
Während es draussen eine Feuershow zu bewundern gab, wurde drinnen zwischenzeitlich die Bühne für die letzte Band des Abends umgebaut. Ich freute mich unglaublich auf Fuchsteufelswild, da ich ja ursprünglich befürchtet hatte, sie 2016 gar nicht erleben zu können. Natürlich war ich auch sehr gespannt auf die „neuen“ Mitglieder, die ich erst von der Live-DVD her kannte, aber noch nie wirklich live gesehen hatte. Ich bin absolut nicht enttäuscht worden, die Band spielte ein grossartiges Konzert und ich hatte öfters mal Gänsehaut. Leider war die Soundqualität nicht so berauschend, vor allem Basti konnte man ab und an kaum hören. Hinzu kamen noch Verkabelungsprobleme, als Laui von Nachtgeschrei die Band unterstützen sollte. Glücklicherweise gelang es den Techniker, das Problem zu lösen und so konnte der gemeinsame Auftritt stattfinden. Ich fand es einfach grossartig, die Füchse zu erleben. Ein besonders emotionaler Moment war natürlich, als Elsi und Alea mit den Regensburgern zusammen performten. Bei Carpe Diem war einfach zu spüren, dass Basti und Alea eine gemeinsame Geschichte verbindet. Als Alea dann sein Wort an uns und vor allem an die Band richtete, um zu sagen wie froh und stolz er über die Leistungen von Basti & Fuchsteufelswild war, hatten einige Leute Tränen in den Augen. Ich verbinde so viel Schönes und Gutes mit Fuchsteufelswild, da ist man stolz, wenn man hört, dass die Leistungen „seiner“ Band so anerkannt werden. Danke Alea, für deine bewegenden Worte! Da die Gastgeber so lange überzogen hatten, war das ohnehin schon viel zu kurze Konzert noch schneller zu Ende und so hiess es bald schon Abschied nehmen.
Im Bereich der Merchstände traf man sich dann nochmals zum quatschen und trinken, bevor wir uns dann in Richtung Hotel verabschiedeten. Einige zogen noch weiter für eine Aftershow-Party, doch wir hatten in der Altjahreswoche ja noch ein bisschen mehr Abenteuer geplant und entschieden uns für die vernünftige Variante.

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