Feiern mit Eluveitie und ihren Freunden

Die Konzertsaison 2017 startete bei uns schon früh. Am Dreikönigstag fuhren wir nach Pratteln ins Z7 wo Eluveitie ihre Freunde von Irij, Koenix und Saltatio Mortis zu Gast hatten.

Da wir recht früh Feierabend machen konnten, waren Gwen und ich überpünktlich in Pratteln. Im Schlepptau hatten wir noch eine unserer Stammi-Teilnehmerinnen, die aus der gleichen Ecke wie wir kommt. Einige Zeit nach uns trafen Fluffy, Purple und Leed ein. Purple’s Eltern waren gefahren, wollten aber vorher noch Essen gehen und nicht in der Kälte herumstehen. Sehr vernünftig! Erstaunlicherweise sind wir in der Zeit vom Eintreffen bis zum Einlass auch nicht erfroren, ob das wohl an meinen 3 Hoodies lag? 😉

Da wir so früh im Z7 eingetroffen waren, schafften wir es in die erste Reihe. Das Festival startete schon relativ bald nach dem Einlass. Es reichte aber, um uns mit Merch  zu versorgen. Btw. wenn zufälligerweise ein Bandmitglied/Mercher hier mitliest: STICKERS! Die Welt braucht Stickers! Ok, eigentlich mein Auto und die Tür einer supertollen Band, aber egal.

2017-01-06 18.23.00.jpgDen Abend eröffnete die Sängerin Meri Tadic – ehemaliges (Gründungs)Mitglied von Eluveitie und seit einiger Zeit mit ihrem Soloprojekt Irij unterwegs. An diesem Abend durfte sie das Eluveitie And Friends nicht nur eröffnen, sondern feierte gleichzeitig den Release ihrer neuen CD Cultura Cura. Irij machen Elektro Folk Rock mit Verbindungen zur kroatischen Volksmusik, den Wurzeln der Sängerin. Die Musik hat mich streckenweise zu begeistern vermocht, aber ist über das grosse Ganze gesehen nicht wirklich mein Geschmack. Viele der Texte sind in Kroatisch gehalten und da ich mich gerne auch mit dem Inhalt von Songs beschäftige, fehlte mir da der gemeinsame Nenner. Für mich erschwerend kommt hinzu, dass Meri Tadic und ihre Musiker keine eingespielte Band sind. Deswegen gab es leider öfters mal Abstimmungsprobleme oder Diskussionen, welche die Energie dann unterbrochen haben. So konnte Irij bis zum Schluss nicht wirklich eine Verbindung zu mir aufbauen. Im Endeffekt war es eine interessante Erfahrung, aber ich muss sie mir nicht ein zweites Mal geben.

2017-01-06 19.20.12.jpgWährend auf der Bühne fleissig um- und aufgebaut wurde, versorgten wir uns mit Getränken, bevor es dann mit Koenix weiterging. Koenix habe ich das erste Mal – wie kann es auch anders sein 😉 – auf einem MPS (in Bad Säckingen) kennengelernt. Die Schweizer Band nehmen ihre Hörer jeweils mit auf eine Reise über Berge, durch Täler, entlang von Flüssen und Seen. Ihre Musik ist von mittelalterlicher Musik und Folk aus unserer Heimat inspiriert und lädt förmlich zum Mitfeiern ein. So auch am Freitag. Vielleicht ungewohnt rockig aber nichts desto trotz grossartig entführten die 5 uns in ihre Welt des Mittelalter-Rocks. Mir hat das Konzert unglaublich viel Spass gemacht und ich freue mich schon auf weitere Auftritte. Eine Show werden wir uns nicht entgehen lassen. Am 13. Mai soll die Releaseparty ihrer neuen CD starten. Von Gwen brauchte es nur ein Blick, von mir nur ein Nicken, da fahren wir hin.

2017-01-06 21.21.58.jpgViel zu schnell war die Zeit von Koenix vorbei, doch wir durften uns ja auf das nächste Highlight freuen. Die Bühne wurde ein weiteres Mal umgebaut und für SaMo vorbereitet. Obwohl sich Alea erst kürzlich am Glühmet hatte austoben können, schien er schon wieder voller Energie sein. In der reduzierten Zirkus Zeitgeist Show trieb er sich selber und das Publikum mal wieder zu Höchstleistungen an. Das wurde wohl Lasterbalk irgendwann zu bunt, denn er warf seinen Sänger kurzerhand ins Publikum, beziehungsweise brachte Alea dazu, sich selber zu werfen. Ihr wisst schon, was ich meine. Doch Lasterbalk sollte die Mitmenschen seiner Wahlheimat besser kennen. Was wir finden, bringen wir zurück und so wurde auch Alea pflichtbewusst wieder „zurückgeworfen“. Dann kündigte Lasterbalk uns mit ernsten, aber schön formulierten Worten den nächsten Song an – Nachts weinen die Soldaten. Ein Lied, welches immer wieder schafft, mich zu berühren. Mal mehr und mal weniger. Da ich die letzten Tage eher etwas emotional unterwegs war, musste ich schon bei der Ansage gegen feuchte Augen ankämpfen. Doch auch Gwen biss zu dem Zeitpunkt schon heftig und nicht lange nach den ersten Takten flossen bei ihr die Tränen. Da ich mich ab dem Zeitpunkt vor allem darauf konzentrierte, ihr Halt zu geben, schaffte ich es recht gut, meine eigenen Emotionen im Griff zu haben. Wenn mich aber meine Augen nicht allzu sehr täuschten, musste dafür Jemand auf der Bühne ab und zu einen Kloss herunterschlucken. SaMo beendete ihren Auftritt traditionell mit dem Spielmannsschwur und auch da wurde es nochmals ein wenig emotional. Wir wollten sie einfach nicht gehen lassen und wiederholten Oh ohoh ohoh ohoooo immer und immer und immer wieder.

Da Gwen und ich uns bis zum Ende des Konzertes noch nicht ganz erholt hatten, beschlossen wir, uns frische Luft zu gönnen und den Rest des Abends in die hinteren Hallenbereiche zu verlegen. Wie sich herausstellen sollte, eine weise Entscheidung. Eine Freundin hatte mir geschrieben, Eluveitie würden ihr viel besser gefallen, wenn Chrigel weniger dafür Anna (die ehemalige Sängerin) mehr singen würde. Damit hat sie meine Gefühle ziemlich gut getroffen. Ich habe Eluveitie an diesem Abend zum ersten Mal überhaupt live gesehen und kann daher Annas Leistungen nicht beurteilen. Die neue Sängerin Fabienne gefiel mir aber ausnehmend gut. Dennoch werde ich mir Eluveitie in Zukunft vermutlich eher weniger anhören. Mir gefällt der gutturale Gesang nämlich überhaupt nicht, noch nicht Mal um Effekte zu erreichen. Ich kann mich mit dieser Gesangsart überhaupt nicht anfreunden. Da aber Chrigel ausschliesslich guttural singt, wurde ich mit Eluveitie nicht wirklich warm.

Im Anschluss quatschten wir noch ein bisschen mit Freunden, bevor es dann zurück zum Auto und nach Hause ging.

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