Von zugeklebten Schlitzen (WWN Anreise & Tag 1)

Nach einem grossartigen Start ins Festivaljahr 2017 mit Eluveitie and friends wartete Mitte Februar schon das nächste Highlight auf uns. Die erste Ausgabe der Wacken Winter Nights stand vor der Tür.

Am 8.2. machten Gwen und ich uns frühmorgens auf den Weg zu Aurja wo wir nach rund 2 Stunden Fahrt eintrafen. Vor Ort luden wir unser Gepäck in Aurjas Auto um, denn die grosse Fahrt sollte in ihrer Kutsche stattfinden. Kurz darauf ging es weiter zur Navigatorin, wo es erstmal Frühstück gab. Frisch gestärkt fuhren wir dann in Richtung Hamburg. Da Gwen und ich nach unserem frühen Start ziemlich müde waren, verschliefen wir einen ersten Teil der Strecke. Wir wurden aber rechtzeitig wach, um Plüschi-Zuwachs einzusammeln 😉 Gegen 17 Uhr trafen wir schliesslich bei unserer Zwischenstation ein, wo bereits Nia auf uns wartete. Von unseren Gastgebern lecker bekocht, verging der Abend recht schnell, bis wir in unsere Schlafstätten krochen. Am nächsten Morgen ging es dann zu fünft – zum Glück beherrschen wir Gepäck-Tetris – weiter nach Schafstett, wo wir unsere Ferienwohnung bezogen und uns feierbereit machten. In Wacken selber hangelten wir uns den Richtungstafeln entlang zum Parkplatz und von dort zum Festivalgelände. Wir waren natürlich zu früh da, konnten aber schon mal Bändchen und Zahlkarte fassen. Das System war etwas chaotisch, da beides in einem dafür definitiv zu kleinem Raum stattfand, aber trotzdem waren wir erstaunlich schnell durch. Mit der bei solchen Anlässen obligatorischen knapp 10 minütigen Verspätung öffneten sich die Tore auch fast pünktlich, um die feierwütige Meute einzulassen.

Für uns standen als erstes Unzucht auf dem Programm. Wir hatten sie noch nie live gehört und waren dementsprechend sehr gespannt. Die Show war grossartig und wir hatten viel Spass. Allerdings hatten wir auch viel Mitleid mit dem Gitarristen (Daniel De Clerq), der ärmellos auftrat und entsprechend durchgefroren war.
Weiter ging es mit Nachtgeschrei, die uns mit einigen Teasern zu ihrem neuen Album Tiefenrausch (ab 03.03.2017 im Handel) kitzelten. Leider fiel kurz vor Ende des Sets der Amplifier von Tilman aus, so dass die Band für den letzten Song improvisieren musste. Tilman wurde daher von Martin kurzerhand zum tanzen „verdonnert“.
Als nächstes Highlight standen Versengold an, diese spielten im Eispalast für uns auf. Glücklicherweise heizten die Hamburger ordentlich ein, denn der Eispalast machte seinem Namen alle Ehre. Doch das tat der Feierlaune keinen Abbruch und so gaben wir Vollgas bis zum Schluss.
Weiter ging es mit Mono Inc., die mit einem Akkustikset zu überzeugen wussten. Mein persönliches Highlight waren sie zwar nicht, doch auf einem Festival werde ich sie mir gerne wieder ansehen, so sich die Gelegenheit ergibt.
Als letztes Highlight, zumindest für mich und für Freitag, standen Saltatio Mortis auf dem Programm. Gewohnt fulminant trieben sie uns trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt zu schweisstreibenden Höchstleistungen an. Umso bewundernswerter eigentlich, waren sie doch gerade erst von der 70’000 tons of Metal, Sommer, Sonne und 30° Hitze zurück ins kalte Deutschland gekommen.

Es war ein gelungener erster Tag und ein grossartiger Abend. Dennoch war ich froh, war unser Programm damit zu Ende. Mittlerweile war mir trotz Thermowäsche, Filzeinlagesohle und ordentlich Bewegung kalt geworden. So freute ich mich auf unsere kuschlige Ferienwohnung, heissen Kaffee und bald auch ein warmes Bett.

 

2 Kommentare zu „Von zugeklebten Schlitzen (WWN Anreise & Tag 1)

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