Plitsch, Platsch, Bückeburg

Unsere logistischen Probleme von Weil II hatten wir ja zu aller Zufriedenheit lösen können. So blieben Gwen und mir am Montag und Dienstag genügend Zeit zum waschen, Campingzeugs sortieren und die üblichen Vorbereitungen für 10 Tage Camping zu treffen. Am Mittwoch ging mein Auto dann den schweren Gang zum Strassenverkehrsamt, es meisterte die Aufgabe aber mit Bravour.

Am Donnerstag begann ich mit den Autobelad-Vorbereitungen während Gwen sich durch den Verkehr quälte um Lieblingsauto gegen Kind und grosses Auto zu tauschen. Mit anderen Worten, sie fuhr zu Purples Familie um Purple abzuholen und mein Auto gegen das um einiges grössere Fahrzeug von Purples Eltern zu tauschen (hier nochmals vielen lieben Dank für den Tausch).
Als die beiden wieder da waren, begann das grosse Gepäck-Tetris. Das Auto war zum Schluss zwar gut gefüllt, aber wir konnten wirklich alles (un)nötige mitnehmen. Yeah! Im Anschluss zauberte ich ein schnelles Abendessen und wir quatschten noch ein wenig. Schlussendlich gingen wir aber doch ins Bett, wo wir uns (wie wir im Nachhinein feststellten), alle mehr oder weniger schlaflos herumwälzten. Pünkltich mit dem Weckerklingeln um 01:30 Uhr war ich dann auch endlich eingeschlafen. Die Fahrt verlief trotz des Schlafmangels ausgesprochen gut. Dies dürfte vor Allem auch dem Umstand geschuldet sein, dass wir abwechslungsweise schliefen und so immer mindestens eine von uns wirklich fit war.
In Bückeburg hatte uns Papa einen Platz freigehalten und so machten wir uns unter den Augen von ihm und seinen Freunden an den Auslad und Aufbau. Die spöttischen Kommentare ob unseres vielen Zeugs verstummten relativ schnell und spätestens als unser Zelt inkl. 3 Feldbett und einem Kleiderschrank sowie der Pavillon inkl. Küche, Anrichte und Essbereich standen, waren uns leicht neidischen Blicke sicher. Ich gebe zu, es ist eigentlich übertrieben, was wir da jeweils hinstellen, aber auch sooooooooooooooooooooooooo gemütlich.

Zum MPS selber gibt es eigentlich nicht so viel Spannendes zu berichten. Ich habe es immer noch eher ruhig angehen lassen und einfach die Atmosphäre sowie das Heimatgefühl in mich aufgesogen. Das Nachtkonzert von SaMo habe ich zusammen mit der Kleewiese, den Gänseblümchen, Löwenzähnchen und allen anderen zarten Pflänzchen *grins* von unter dem Sonnensegel genossen. Den Sonntag verbrachten wir vor allem mit gemütlichem Zusammensitzen, Bummeln und Musik hören. Abends ging es dann zurück ins Zelt, wo ich Tomatenpasta für uns kochte. Papa bestellte seine Portion aufs Gelände, da er beim Stand aufräumen aushalf. Gwen und ich machten uns also mit dem Topf Pasta sowie einem leckeren Krautsalat auf, den Papa suchen. Nur leider war er nirgends aufzufinden. Schlussendlich entschieden wir uns, bei unserer Lieblingstaverne, der „Schänke zum schwarzen Kater“ vorbeizuschauen, hatten wir doch während dem Aufräumen gehört, dass die Armen gefühlt kurz vor dem Hungertod stehen würden. Tatsächlich hatten sie bis dahin noch nichts zu essen bekommen und so wurden unsere Speisen dankbar angenommen. Phu, Bückeburg II war damit gerettet. Nicht auszudenken, wenn die Katercrew vor Hunger zu geschwächt wäre, um Himbeerbrause zu zapfen. 😉

Die Woche verbrachten wir dann sehr entspannt mit viel lesen, ab und zu einkaufen und genossen vor allem die Ruhe und Erholung. Dazwischen wurden wir noch äusserst kreativ. Doch das soll hier nicht Thema sein. Wir liessen uns auch vom schlechten Wetter nicht stören, überstanden Zelt und Pavillon doch gut gesichert auch die Regenschauer und Sturmböen.

Bückeburg II begann wie immer mit einem Getränk und viel Knuddelei am schwarzen Kater. Danach gingen wir wieder trockenshoppen. Es gab so viele tolle Sachen, ich konnte mich aber beherrschen. Auch Purple riss sich zusammen, nur Gwen erlag den Verlockungen und erstand sich einen tollen Mantel.
Für mich standen am Samstag vor allem zwei Programmpunkte fest. Ich wollte Forgotten North mal live sehen und dann natürlich war das Konzert von Nachtgeschrei absolute Pflicht.

Forgotten North hatte ich vor allem auf dem Plan, weil diese Dank einer grossen „Bettelaktion“ der Fans für Bückeburg gebucht worden waren. Mir haben sie gar nicht schlecht gefallen, die Show machte Spass. Gesang und Musik luden zum mitsingen und tanzen ein. Wenn sich also wieder einmal die Gelegenheit ergibt, die Nordmänner live zu sehen, werde ich das sehr gerne tun.

2017-07-15 19.34.47.jpgDas Highlight waren aber natürlich Nachtgeschrei. Die Band wird sich ja Anfang 2018 leiderleiderleider auflösen. Daher nutze ich natürlich jede Gelegenheit, um sie nochmals zu sehen. Das Konzert war absolut grossartig. Man merkt den Nachtschreiern an, dass sie noch immer Vollgas geben. Sie haben die Bühne gerockt und wir haben hart gefeiert. Es wurde bei Fernweh dann aber trotzdem richtig emotional. Man merkte natürlich, dass sich die Band nicht leichten Herzens trennt. Besonders Laui musste mit den Tränen kämpfen und auch ich hatte richtig feuchte Augen. Ich fürchte mich schon ein bisschen vor der Abschiedstour.
Nach dem Konzert unterhielten Gwen und ich uns lange mit dem Merchverkäufer von Nachtgeschrei. So lange, dass die Band schon bald mit dem Wegräumen des Merchs begann. Natürlich haben Gwen und ich uns dann am Abbau beteiligt und so waren die Schreier bald bereit, für den Rückzug ins Hotel.

Der Sonntag war für uns vor allem für den Abbau vorgesehen. Aber natürlich ging es trotzdem nochmals kurz auf das Gelände. Schliesslich wollten wir uns auch ordnungsgemäss von der Katercrew verabschieden.
Die Heimfahrt war zwar lange, aber auch relativ ereignislos. Nachdem wir unser Zeug ausgeladen hatten, brachte ich Purple noch nach Hause, wo wir ein weiteres Mal einen Autotausch vornahmen.

Es waren mal wieder zwei grossartige MPS-Wochenenden und dazwischen eine erholsame Urlaubswoche. Ich habe es sehr genossen.

Wer weitere gute Bilder vom MPS Bückeburg II sehen will, schaut sich am Besten bei Gwen um.

 

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