Wacköööön (1)

Muss ich noch mehr schreiben?

Ok, ich tu’s ja. 😀
Nach unserem Ausflug nach Mythodea wurden wir am Mittwoch um kurz nach 5 aus unseren Schlafsäcken gescheucht. Bald schon waren wir wieder im Konvoi unterwegs Richtung Hamburg. Auf dem Weg teilte sich der Konvoi auf, da einige noch dringend tanken mussten. Wir waren schon ein gutes Stück unterwegs, als ich plötzlich spürte, wie sich mein Blutzuckerspiegel rapide absenkte. Glücklicherweise kam ein Autohof, also bin ich raus. Nachdem ich mir Zucker zugeführt hatte, ging es einigermassen. Die Zeit, bis sich mein Spiegel stabilisiert hatte, nutzten Purple und ich zum Tanken, Klopause und kleinere Einkäufe. Bald schon war ich aber wieder fit und mit ausreichend langfristigen Kohlehydraten versorgt. Damit konnte die Fahrt weitergehen. Unsere Freunde hatten eine Ausfahrt weiter auf uns gewartet. Als wir wieder alle beisammen waren, nahmen wir den Weg nach Wacken wieder auf.
Spätestens ab dem Elbtunnel hatte ich plötzlich sehr viele neue Kollegen. Gefühlt aus jedem 2. Auto wurde uns die Pommesgabel gezeigt. Wenn ihr wissen wollt, wieso das wohl so wahrt, seht euch mal auf meiner Facebookseite um 😉

Als erstes ging es zur Bändchenausgabe, wir mussten auch nur 2 Stunden anstehen, doch dann zierte das begehrte Band unsere Handgelenke. Anschliessend fuhren wir weiter zum Campingplatz. Purple hat mittlerweile schon fast so viel Routine im Zeltaufbau wie Gwen und ich, daher stand unser Zelt auch ziemlich schnell. Aus unserem Freundeskreis kam bald schon der Spruch „Ihr Schweizer müssts aber auch immer übertreiben“ ob der Grösse unseres temporären Heims. Naja, wir würden da ja auch zu 4. drin wohnen, also durfte es schon etwas grösser sein.

Im Anschluss begaben wir uns aufs Gelände. Purple ist auf dem Wacken zwar schon heimisch, für mich war es aber ja das erste Mal. Also hiess es erstmal, sich orientieren.
Purple und mich zog es zur Wackinger Stage, da dort Waldkauz spielten. Für einige Songs wurden sie von Chewie (zuständig für die tiefen Töne bei FuchsTeufelsWild) unterstützt, das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Leider hatten wir uns zeitlich ziemlich verschätzt, so dass wir nur noch das Ende von Chewies Auftritt mitbekamen.
Daher ging es weiter mit unseren Erkundungen. Wir waren noch keine 2 Stunden auf dem Areal, als ich von der Seite angequatscht wurde: „Was machst den DU hier?“ Meine spontane Antwort: „Warten, bis ein Dixie frei wird!“. Mein Arbeitskollege hatte wohl nicht mitbekommen, dass ich nach Wacken fahre und war entsprechend verblüfft, mich zu sehen. Wir quatschten noch ganz kurz, mussten dann aber beide weiter. Das restliche Festival über sahen wir uns übrigens nicht mehr.
In der Nacht stiess dann auch Leed zu uns.

Der Donnerstag fing relativ ruhig und entspannt an. Erstmal gab es eine „heisse“ Dusche inkl. anschliessendem Saunagang. Kleiner Tipp von mir: Auf Wacken nie morgens duschen, da wollen alle.
Danach besorgten wir uns lecker Frühstück, bevor es dann wieder aufs Gelände ging. Unser erster und wichtigster Termin des Tages war ja ganz klar der Auftritt von FuchsTeufelsWild auf der Wackinger Stage. Ein kleines Vöglein hatte uns gezwitschert, dass die Füchse schon recht aufgeregt waren. Purple und ich gaben uns da ganz cool und gelassen, innerlich waren wir aber vermutlich fast so nervös wie die Füchse. Kurz vor dem Auftritt war auch noch für ein paar Minuten sintflutartig Regen gefallen. Dies tat der Neugier der Metalheads aber keinen Abbruch, so dass der Platz vor der Bühne schon von Beginn weg recht ordentlich gefüllt war. Als die Füchse dann gewohnt starkt loslegten, kamen immer mehr Interessierte und blieben stehen – und dies trotz des Nieselregens. Während FuchsTeufelsWild die Bühne rockten, feierten wir unten im Wackenschlamm. Ich wurde an dem Tag bis in den unteren Rücken vollgespritzt, sosehr tanzten die Feierwilligen zur Fuchsshow 🙂
Mir hat der Auftritt der Füchse sehr viel Spass gemacht und von Nervosität war für die Fans gar nichts zu spüren.
Eine kleine Anekdote am Rande: Zu Konzertbeginn stand neben mir so ein richtig grimmer Metalhead, Arme verschränkt, leicht gelangweilt in die Welt schauend. Je länger die Show aber ging, umso energisch wippte der Kopf mit und bei Hafen der Seele entdeckte ich bei dem harten Kerl tatsächlich feuchte Augen.
Im Anschluss an die Show gaben die Füchse noch Autogramme und unterhielten sich mit den Fans. Purple, Leed und ich nutzten das, um auf den Fanclub Wildes Rudel aufmerksam zu machen und verteilten Visitenkarten.

Den restlichen Tag verbrachten wir mit lecker Essen, verschiedenen Konzerten und dem einen oder andern Drink. In der Nacht traf dann auch Gwen ein, sodass wir  endlich wieder komplett waren 😉

 

Da ich leider keine Akkreditierung ergattern konnte, gibt es von mir auch keine Bilder. Wenn ihr dennoch gute Fotos vom Auftritt der Füchse oder von anderen Bands sehen wollt, besucht Konzertgezwitscher oder rabenfeder.net. Es lohnt sich!

 

Weiter geht es mit Teil 2.

Ein Kommentar zu „Wacköööön (1)

Gib deinen ab

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: