Wackööön (2)

Man könnte ja meinen, einen Ausflug nach Mythodea und 2 Tage auf Wacken würden ihren Tribut hinterlassen. Doch auch der Freitag startete gut für mich. Einzig meine Schuhe und die Jeans vom Vortag wollten nicht mehr so richtig mitmachen. War wohl trotz Schlammabwehrmassnahmen immer noch zu schlammig. Aber kein Problem, damit hatte ich ja gerechnet und für Ersatz gesorgt.

Gwen und ich waren schon relativ früh unterwegs. Erst gab es wieder leckeres Frühstück, dann mussten wir zum Gelände, damit Gwen sich für Pitpässe an der Mainstage einschreiben konnte. Auf dem Weg trafen wir auf Leo von Nia lebt / Konzertgezwitscher und so zogen wir zu dritt weiter.
Die andern hatten teilweise viel Programm vor, sei es die beiden Fotografinnen mit – wen wunderts – fotografieren oder Purple und Leed mit sich-weit-nach-vorne-kämpfen.

SaMo_Konzertgezwitscher
Foto von Konzertgezwitscher

Beides kam aus unterschiedlichen Gründen für mich ja nicht in Frage, so dass ich öfters alleine unterwegs war. Daher verbrachte ich bei verschiedenen Konzerten, mit guten Gesprächen (mit teils wildfremden Menschen) und auch bei leckerem Essen. Obwohl ich hier nicht auf die einzelnen Konzerte eingehen möchte, kann ich euch eines nicht vorenthalten: Kurz vor dem Auftritt von SaMo traf ich wieder auf unsere Freunde aus Bayern. Einige wollten weiter nach vorne, so dass ich und ein guter Kumpel am Ende alleine da standen. Wir hatten uns kurz nach dem Eingang ins Infield gute Plätze ergattert und so konnten wir das Konzert in Ruhe, wenn auch vor allem über die Riesenbildschirme, mitverfolgen. Der Anblick des Publikums von so weit hinten werde ich wohl nie vergessen. Ich kenne die Auftritte der Jungs ja vom MPS oder von den Rockshows. Wacken war da definitiv eine ganz andere Grössenordnung. Wir wunderten uns allerdings auch, warum Alea die Leute zum SPRINGEN aufforderte. War ihm denn nicht klar, dass man vor der Mainstage unweigerlich im Schlamm steckenblieb und somit nichts mit springen war?

 

Ich bin ja leider so langsam gewohnt, dass sich auf dem MPS die friss-oder-stirb-Mentalität immer breiter macht. Daher war ich Anfangs etwas unsicher, als ich so alleine über das Areal zog. Doch es kam irgendwie alles ganz anders.
Bei einem Konzert stand ich alleine ungefähr in der Mitte des Infields. Rechts von mir eine Gruppe von vielleicht 5 oder 6 knallharten Typen (zumindest sahen sie so aus 😉 ), links von mir 3 Besoffene am abfeiern. Die Betrunkenen tanzten auch ziemlich wild und kamen mir immer näher, so dass ich einige Male ausweichen musste. Plötzlich aber standen die ultraharten Kerle von vorhin zwischen mir und den Betrunkenen, so dass ich das restliche Konzert ohne irgendwelche Probleme geniessen konnte. So etwas hatte ich echt noch nie erlebt. Danke Jungs!
Bei einem weitere Konzert war ich alleine vor der Headbangerstage. Da ich relativ weit hinten stand, hatte es gut Platz um mich herum. Kurz nach Konzertbeginn kamen zwei junge Männer, beide grösser als ich, beide angetrunken, und stellten sich direkt vor mich. Ich wollte mir schon genervt einen anderen Platz suchen, da drehte sich der Eine um, bemerkte mich und…..packte seinen Kumpel, um ihn aus meiner Sichtlinie zu ziehen. So viel Rücksichtnahme habe ich echt noch nie erlebt.
Aber auch sonst habe ich viel Positives von meinem Freundeskreis gehört. Aus meiner Sicht ist Wacken also definitiv absolut empfehlenswert!

Der Samstag startete erstaunlich hektisch. Unsere Freunde mussten leider schon abreisen. Ausnahmsweise waren sie sogar überpünktlich, so dass wir uns leider nicht mehr von Allen verabschieden konnten.
Nach dem Frühstück ging es wieder aufs Gelände, wo wir uns zum Bullhead Circus durchkämpften. Twilight Force waren unser eigentliches Ziel. Da wir dafür einiges zu früh da waren, liessen wir uns zwischenzeitlich von anderen Bands….ähem…..unterhalten. Ich gebe es zu, meins waren weder Ahab noch The Hirsch Effekt.

Twilight Force_rabenfederpunktnet
Foto by rabenfeder.net

Dann jedoch wurde es episch. Die 6 Adventure Metaller aus Schweden gaben Vollgas und rissen das Publikum völlig mit. Es war grossartig zu sehen, wie überwältigt sie ob der Menge an Knights of Twiligt Might waren. Insbesondere Chrileon verschwand öfters mal hinter dem Vorhang, um sich zu fassen. Nach der Show kämpften wir uns von ganz oben nach ganz unten. Mit anderen Worten, es ging zum Meet & Greet, welches direkt neben den Mainstages durchgeführt wurde. Obwohl eigentlich nicht genügend Zeit dafür war, nahmen sich die Jungs für jeden einzelnen Fan viel Zeit und posierten geduldig für Fotos.
Den Restsamstag verbrachten wir eher entspannt mit viel Gequatsche beim Metschiff und in der Piratentaverne.

Die Heimreise am Sonntag war dann wegen Autobahnsperrungen, Umleitungen und Staus leider sehr lang.
Die beiden Fotos im Artikel wurden mir von Konzertgezwitscher und rabenfeder.net gesponsert. Dort findet ihr weitere sehr gzte Bilder

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