Bittersüsse Tränen

Das MPS in Aach ist dieses Jahr ja leider ausgefallen, daher war im August nur ein MPS-Termin für uns relevant, nämlich dasjenige in Speyer.
Dieses Jahr ein absolutes Pflichtprogramm, schliesslich würden Nachtgeschrei ihr allerletztes Open Air Konzert spielen.

Am Freitagabend nach der Arbeit traf ich mich mit Gwen und Lady Anora und gemeinsam machten wir uns auf den Weg in Richtung Speyer. Ungefähr nach halber Wegstrecke übergab ich das Steuer an Gwen und zog mich für ein Nickerchen auf die Rückbank zurück. Immerhin hatte mein Tag schon um 4 Uhr 30 begonnen, entsprechend erschöpft war ich dann auch. In Speyer lieferten wir Lady Anora bei ihrem Gastgeber ab, bevor es zu unserem Hotel ging.

Der Samstag startete mit sehr leckerem Frühstück im Hotel. Da wir dieses Mal in zivil unterwegs waren, gab es nicht gross etwas aufzuhübschen. Bequem und praktisch musste das Outfit sein, wollten wir doch hauptsächlich fotografieren. Auf dem Weg zum Gelände stolperten wir noch über MPS-Papa, so dass wir schlussendlich ein paar Minuten nach Markteröffnung ankamen. Dafür mussten wir an der Tageskasse nicht warten, sondern durften gleich unsere Fotoakkreditierungen abholen (Danke nochmals ans MPS-Presseteam). Wie immer führte unser Weg uns als erstes zur Himbeerbrause und Begrüssungsknuddeleien am schwarzen Kater. Dort stiess auch Lady Anora wieder dazu und unser Findelkind stand auch schon bald erwartungsvoll neben uns.

Das Gelände unterhalb des Doms ist zwar wunderschön, mit vielen Bäumen und Schattenplätzen, aber leider auch recht mühsam. Das MPS wird nämlich in drei Teile zerhackstückt, so dass man immer wieder raus und rein muss, wenn man woanders hin möchte. Da wir uns am Samstag vor allem auf die MPS-Bühne konzentrieren wollten, verliessen wir daher den Kater recht bald und wechselten auf das andere Gelände. Dort ergatterten wir in weiser Voraussicht einen Tisch unter den Sonnensegeln. Von diesem Platz aus starten wir dann Ausflüge zu den diversen Essens- und Getränkestände. Um die Mittagszeit traf dann auch Leo bei uns ein. Wir genossen den Nachmittag mit guten Gesprächen, viel Gelächter und gemütlichem Beisammensein unter den schattigen Sonnensegeln. Dazwischen hiess es aber auch arbeiten, durften wir drei doch in die Fotogräben vor der Bühne. Dies nutzten wir natürlich gerne, um Bilder von Versengold und Saltatio Mortis zu machen. Ihr findet meine Bilder auf meiner Facebook-Seite unter der Rubrik Fotos.
DSC_0429_00428.jpgGegen Abend wechselten wir dann wieder in den „oberen“ Geländeteil, da Nachtgeschrei das Nachtkonzert auf der Festival-Bühne spielen sollten. Vor der Bühne trafen wir die Band und sie nahmen sich zwischen Ankommen, Auslad und Essen Zeit für ein Schwätzchen.
Bevor dann aber Nachtgeschrei auf die Bühne kamen, war es Zeit für das Abendkonzert von Césair. Die Musik der sechs Holländer ist jetzt nicht ganz so meins. Erschwerend kam hinzu, dass auf der Bühne mit viel Nebel gearbeitet wurde. Daher war ich ganz froh, als wir nach den 3 erlaubten Songs den Graben verliessen und uns nochmals kurz auf das untere Gelände zurückzogen. Dort ergriff ich die Gelegenheit, das unplugged Konzert von Cultus Ferox zu fotografieren. Gar nicht so einfach, wenn dir ständig Besucher vor die Linse tanzen 😉

Dann aber wurde es Zeit, sich für das Nachtkonzert von Nachtgeschrei bereit zu machen. Da es sich um das allerletzte Open Air Konzert der Band handelte, wussten wir schon im Vorfeld, es würde hart. Zum Glück konnte ich mich zu Beginn hinter der Kamera verstecken, da fiel es mir leichter, NICHT zu weinen. Als wir dann aber aus dem Graben mussten, wurde es immer schwerer. DSC_0064_00063.jpg Hatte ich mich soweit im Griff, dann rollten entweder auf der Bühne bei Laui oder im Publikum die Tränen. Ich musste öfters einen dicken Kloss runterschlucken. Gwen, Leo und ich nahmen uns häufig tröstend in die Arme. Dennoch, trotz des Vor-Abschied-Schmerzes, war es ein wunderschönes Konzert und ich möchte keine Minute missen. Im Anschluss quatschten wir noch ein paar Minuten mit der Band, bevor wir uns verabschiedeten. Wir waren noch zu einem Umtrunk an der Drachenschänke geladen worden. Daher zogen wir wieder in den unteren Geländeteil. Als wir vor Ort eintrafen, war aber niemand von unseren Bekannten vor Ort. Nach einigem Diskutieren entschieden wir uns daher, wieder zur Festivalbühne zu gehen und dort die Taverne zu entern. Als wir uns gerade gemütlich installiert hatten, stiessen noch ein paar Bandmitglieder von Nachtgeschrei dazu und es entwickelten sich spannende Gespräche. So verging die Zeit wie im Flug und bald schon musste die Band Richtung Hotel aufbrechen. Da mittlerweile fast alles dicht war, ging es auch für uns zurück ins Hotel.

Den Sonntag starteten wir wieder mit leckerem Frühstück im Hotel. Dann jedoch mussten wir uns leider von Leo verabschieden, sie fuhr zurück nach Hause. Wir begleiteten sie noch auf den Bus. Anschliessend ging es für uns wieder auf das Gelände. Wir nutzten die Ruhe des Sonntags, um Fotos von Rapalje und Saor Patrol zu machen, liessen es aber generell eher ruhig angehen.
DSC_0366_00365.jpgEin Punkt war für uns die Fruity Bay, wo wir uns mit leckerem hausgemachtem Quark und frischem Obst verwöhnen liessen. Relativ kurzfristig entschieden wir uns, das Versengold-Nachmittagsset zu fotografieren. Eine Entscheidung, zu der wir uns schon bald beglückwünschen sollten. Malte entschied nämlich kurzerhand, Im Namen des Folkes mittem im Publikum zu performen und schleppte gleich die gesamte Band mit. Nur Shorty konnte sein Schlagzeug schlecht runtertragen und blieb daher alleine zurück. Ich habe noch nie so viele gute Bilder eines Schlagzeugers während nur einem Song gemacht 🙂
Da ich am Montag jedoch früh zur Arbeit musste, blieben wir nicht mehr allzu lange. Gegen 16 Uhr sammelten wir Lady Anora ein, verabschiedeten uns von der Katercrew und machten uns auf den Heimweg.
Ein gelungenes Wochenende, trotz bittersüssem Abschiedsschmerz.

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