21.04.2018 – MPS Bad Säckingen

Schon vor dem Einlass war klar, das schöne Wetter lockt viele Mittelalterfans nach Bad Säckingen. Dennoch ging die Kontrolle am Eingang relativ zügig voran. Mein erster Weg führte mich wie immer zur Schänke zum schwarzen Kater. Nach der langen Winterpause galt es, alte Bekannte zu begrüssen und auch eine erste Himbeerbrause durfte nicht fehlen. Dann jedoch zog es mich zur MPS Bühne. Des Bruder Rectus‘ Morgenmesse wollte ich natürlich auf keinen Fall verpassen. Wie immer amüsant und kurzweilig führte uns der Bruder durch das zu erwartende Tagesprogramm. Unterstützt wurde er dabei vom Hässlichen Hans und vom Tod. Als Ehrenwache hatte er diesmal die wackeren Recken von Fictum dabei und im Hintergrund hielten sich die Schwestern Kama und Sutra bereit.
Ausnahmsweise pünklich um 11 Uhr eröffnete Bruder Rectus den Markttag offiziell. Von da weg hatte ich – und vermutlich viele andere Besucher – ein dichtes Programm. Das MPS wartete mit einem fast schon gedrängten Terminplan auf. Insbesondere, wenn man vorhatte, alle Bands mindestens einmal live zu sehen, galt es sorgfältig zu planen.

Aus dem fernen Berlin angereist waren die „netten Jungs“ von Cultus FeroxMPS Bad Säckingen - 001 - Rea Sigg - Drachenkralle.net Gleich mit 3 Percussionisten und 5 Dudelsäcken heizten sie dem Säckinger Publikum von Anfang an gehörig ein. Wer nicht schon von den treibenden Rhytmen und mitreissenden Melodien vor die Bühne gelockt worden war, konnte sich spätestens beim Fächertanz der beiden Mädels nicht mehr zurückhalten. Trotz der Hitze liessen sich die Besucher vom Teufel und seiner Truppe zu Hüpforgien und wilden Tanzereien anspornen.
Koenix standen für einmal zu sechst auf der Bühne. Neben dem wieder zur Band gestossenen Rino hatte sich auch Fabian -der die Band offiziell per Ende 2017 verlassen hatte – MPS Bad Säckingen - 002 - Rea Sigg - Drachenkralle.net auf den Weg nach Bad Säckingen gemacht. Ich muss gestehen, auch von der sechsköpfigen Formation war ich begeistert. Doch nicht nur mich wussten die Berner zu überzeugen, auch das Säckinger Publikum liess sich von Sackpfeifen und Percussionsinstrumenten mitreissen.
Ebenfalls auf der MPS-Bühne zu bewundern waren Faranspil. Die verspielten fünf Spielleute wussten ihre Fans durchaus zu begeistern, auch wenn sie meinen persönlichen Geschmack nicht so getroffen hatten.
Auf der Folkbühne war eine weitere Schweizer Formation zu sehen und zu hören. Kel Amrûn begeisterten die MPS-Gänger mit ihrem überzeugenden Spiel und den Gesangseinlagen und lockten manchen Besucher vor die Bühne.
Stimme und Spiel von Madina, dem Spielweyb gingen dafür auf der Folkbühne etwas unter. Auch wenn Madina und ihre Gefährten durchaus zu überzeugen wussten, hätte ihnen eine kleinere Bühne vermutlich bessere Dienste geleistet. So war es aus den hinteren Reihen schwierig, überhaupt viel von Madinas schöner Stimme oder dem Gesang von Harfe und Gitarre mitzubekommen.
Sehr gespannt wartete ich auf den Auftritt von Marama Tribe. Mich faszinierte die Idee, dass jeder Auftritt aus spontanem Spiel, ohne vorgegebenen Noten oder Abläufen, bestehen soll. Auch wenn ich den Auftritt der Schweizer nicht schlecht fand, so ist doch der Funke bei mir an dem Tag nicht übergesprungen.
Positiv überrascht dagegen war ich von den Pestbeulen, die auf der Schlossbühne ihr Debüt gaben. Erfrischend frech und interessant unterhielten sie das Publikum mit Marktliedern und scheuten sich auch nicht, die Klassiker unter der Mittelaltermusik vorzuspielen. Die Nervosität ob des ersten MPS-Auftritts war dann auch nur ganz selten bei den Ansagen zu spüren.

Gerne hätte ich bei Achim, dem Falkner der Herzen einen Besuch gemacht. Leider war der Platz bei ihm so begrenzt, dass man kaum eine Chance hatte.
Dafür liess ich mir die Märchenstunde unter keinen Umständen entgehen. Der hässliche Hans hatte während der Morgenmesse bereits angekündigt, er wolle heute die Geschichte von Troja nachspielen. Wer Erzähler Hans kennt, der weiss, Geschichte ist relativ und man kann vieles Neu bzw. Anders interpretieren. Amüsant und lehrreich war es auf jeden Fall. MPS Bad Säckingen - 000 - Rea Sigg - Drachenkralle.net

Neben den vielen Auftritten, die ich unbedingt sehen wollte, versorgte ich mich immer mal wieder mit Himbeerbrause an der Schänke zum Schwarzen Kater. Auch kulinarisch hatte das MPS einiges für die hungrigen Besucher zu bieten. So gab es herzhaftes Knobibrot, leckere Fleischspiesse, süsse Waffeln und vieles mehr zu schnabulieren. An den verschiedenen Schänken und Tavernen gab es neben den üblichen alkoholfreien Getränken wie z.Bsp. Moorwasser auch stärkeres wie Cider, Met, Guiness oder auch mal hochprozentige Cocktails.

 

Alles in Allem ein gelungener persönlicher Saisonauftakt an einer wunderschönen Location.

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